Das Schliebener Land besitzt einen Wunderstein. Das ist hier ist seine wahre Geschichte.

Es heißt, daß zu jener Zeit Dr. Martin Luther mit Gefolge aus Luckau kommend, in Schlieben predigen wollte. In den damals dichten Wäldern hatte er sich - nennen wir es: verritten.

Wütend bestieg der energische Mann eine Eiche um Ausschau nach dem verheißungsvollen Ort Schlieben zu halten. Als er die ersten Rauchsäulen der Schornsteine erblickt hatte, war Luther überschwänglich vor Freude und schlug sein aufgestautes Wasser vom Baume herab...

Ein mitreisender, bislang nicht viel beachteter Schüler wurde von der lutherischen hellgelben  "Köstlichkeit" überschüttet. Er jubilierte spontan über die große Aufmerksamkeit seines Lehrmeisters und stieß erregt den Ruf aus: "Möge an dieser Stelle ein Fels Wunder bewirken."  

Man rückte augenblicklich einen derben Feldstein herbei und wartete nun in den Folgejahren auf ein Wunder. Angeblich geschah nichts. Doch es grummelte im Schliebener Volk. Seltsame Behauptungen machten die Runde. Erst eine kaiserliche Untersuchungskommission im Jahre 1888 konnte den Berichten der Leute aus der Gegend endlich Glauben schenken. Tatsächlich wurden Bürger reinen Gewissens, die den Stein 3 x umrundet hatten - 100 Jahre alt.

An dieser Tatsache hat sich bis heute nichts geändert. Ein Forscherteam hat lange nach dem im Jahre 1889 neu aufgestellten Stein, eine Kaiserspende,  gesucht - und ihn tatsächlich gefunden. Auf ihm steht: Wer 3 x diesen Stein umwallt, wird wirklich, 100 Jahre alt. 

Der Schlossherr zu Lilllliput hat den wertvollen gespaltenen Basalt reinigen lassen. Seither kommen Tausende und umrunden ihn, in der Hoffnung auf das verkündete Wunder. Diese historische Tatsache gilt bis zum Beweis des Gegenteils. In der Zwischenzeit entwickelte sich hier, nahe bei Schlieben, ein Neudorf - genannt: Naundorf.   amen