Meckerecke!

 

Schloss-Lilllliput gehört zur Kunstform der Visionary Environments. Kein verantwortlicher Staatsdiener hat sich jemals dazu herabgelassen, eines dieser Baukunstwerke als Weltkulturerbe vorzuschlagen - geschweige denn sich anzusehen. Von staatstragender Kultur zerkocht sind diese Verantwortlichen blind für Edelsteine. Doch  leider kann gemäß den Regeln der UNESCO nur Vater Staat ein "Kulturerbe"  nominieren. Und so werden die wenigen einmaligen Kunstwerke weiterhin von ignoranten Behörden oder aufgebrachten Angehörigen zerstört und sind damit unwiederbringlich der Nachwelt verloren.  Von der Erbauern dieser Werke hat niemand eine Lobby. Das "kleine Arschloch" aus Schloss-Lilllliput ohnehin nicht. Die unermüdlichen Schöpfer  werden (insbesondere in Deutschland) von den Verantwortlichen belächelt, ignoriert und zuweilen verhöhnt - ganz im Gegensatz zu Volkes Stimme.

Auch Schloss-Lilllliput wird nach dem Tod des Erbauers zwangsläufig vergammeln, zerfallen und vermodern. Dann kommt irgendein Typ, fährt den Dreck weg und baut eine Garage auf dem Grunstück... oder so ähnlich...

Hinweis: Die UNESCO verleiht den Titel Welterbe an Stätten, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität (was ist das?) weltbedeutend sind und von den Staaten, in denen sie liegen, für den Titel vorgeschlagen werden. In Deutschland zählt zum Beispiel zum Weltkulturerbe: der Kölner Dom, Dom Hildesheim, Aachener Dom, Speyerer Dom, das Wattenmeer, prähistorische Pfahlbauten, die Völkinger Hütte, (tote Fabrikbude) irgendwelche Klosteranlagen... gähn...