Der Besuch ist eine überwältigende Erfahrung. Bei der Besichtigung von Schloss Lilllliput betritt der Besucher eine Phantasiewelt. Umgeben von kraftvollen Visionen befindet er sich unvermittelt in einer anderen Realität.  

 

Ein Artefakt, welches durch seine fröhlichen Ausstrahlung die anfänglichen Proteste der Einheimischen zu Baubeginn nicht ansatzweise erahnen lässt. Ein Bauwerk, das mittlerweile entweder geliebt oder als Kasperbude belächelt wird. 

Das multiple Werk fordert heraus, provoziert, ohne zu verletzen, liebkost, ohne zu berühren, symbolisiert Schöpfung, Evolution und unsägliche Vielfalt. Es stemmt sich gegen die vermehrt um sich greifende bauliche Einfalt, ästhetische Leere, uniforme Wüste, mörderische Sterilität, schöpferische Impotenz, gegen Kälte und Herzlosigkeit. 

Und längst handelt es sich bei dieser Schöpfung um eine lebendige Bildungsstätte, denn niemand trollt sich davon, ohne im Geiste Erquickendes aufgesaugt zu haben.    

Schloss Lilllliput bleibt aber nach wie vor ein von allerlei Tieren und Menschen bewohntes Gebäude. Es ist aus energetischer Sicht einmalig und revolutionär, weil es in die Zukunft weist, in der die Natur und die Träume des Menschen wieder einen Stellenwert erhalten. 

Und nichts, was der Besucher hier sieht, erhebt Anspruch auf Vollständigkeit, nichts bleibt, wie es ist, nichts ist irgendwie fertig. Schöpfung pur, jeden Tag aufs Neue. Ein wachsender Organismus, kein seelenloser, aggressiver Klotz.